Römische Kavallerie

In den Anfängen der römischen Kavallerie führte dieser Truppenteil nur ein Schattendasein. Anfangs waren sich viele Militärexperten darüber einig, daß nur reguläre Legionäre (Infanterie) Schlachten erfolgreich führen und somit auch ein Weltreich regieren könnten. Diese Einstellung erwies sich anfangs im Krieg gegen die Karthager, welcher hauptsächlich im maritimen Bereich stattfand; als Irrtum, wie auch die ersten Schlachten gegen die Gallier. Letztere bereiteten mit Ihren Pferden den Legionären des Cäsars ungewohnte Schwierigkeiten.
Bekanntermaßen waren die Römer sehr schnell denkende und handelnde Menschen und so erhielten die bestehenden Reiterverbände, die hauptsächlich in den Legionen eingebunden waren einen erheblichen Aufschwung. Waren es v. Chr. noch ca. 30.000 römische Reiter, so stieg die Zahl der Kavalleristen n. Chr. auf ca. 65.000 Reiter an.

Die Strukturen der Kavallerie waren mit denen der Legion vergleichbar, doch unterschied sich diese in Anzahl der Soldaten und deren Bezeichnung erheblich.

 

Einheiten

Ala quingenaria
Stärke: 512 Mann (Reiter)
Ala milliara
Stärke: 768 Mann (Reiter)
Cohors equitata
Sammelbegriff
Cohors quingenaria equitata
Stärke:    608 Mann
Infanteristen: 480
Reiter: 128
Cohors milliara equitata
Stärke: 1.056 Mann
Infanteristen: 800
Reiter: 256
Struktur

Eine Ala bestand aus 16 turmae zu jeweils 30 Reitern. Jede einzelne turma wurde von einem Decurio befehligt. Ihm unterstanden 2 Stellvertreter (duplicarius und sesquiplicarius). Gleichzeitig gehörten einer turma ein Signifer (Feldzeichenträger) und ein Vexillarius (Standartenträger) an. Die Ala wurde von einem Präfekten (Römischer Ritter aus dem oberen Mittelschicht) angeführt.
Vereinzelt existierten auch
Ala milliara Einheiten, die aus 1000 Reitern bestand (24 turmae zu je 42 Reitern).

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